Für Studenten wird die Krankenversicherung in 2017 deutlich teurer

4. Dezember 2016
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Für Studenten gilt, dass sie im Regelfall versicherungspflichtig sind, was die Kranken- und Pflegeversicherung angeht. Deshalb wird auch bei der Immatrikulation üblicherweise ein Nachweis über einen bestehenden Krankenversicherungsschutz verlangt. Alternativ muss der Student einen Nachweis erbringen, dass eine Befreiung von der Versicherungspflicht besteht. Wer sich selbst versichern muss, hat künftig ein größeres Problem, denn der Versicherungsschutz in der KV wird leider teurer.

Studienanfänger sind relativ häufig über die Familie mitversichert, wenn nicht beide über eine private Versicherung verfüge. Wenn die Familienversicherung endet oder diese ohnehin nicht möglich ist. Können Studierende einen besonders günstigen Studententarif nutzen, den es allerdings leider nicht unbegrenzt gibt.

Werden die Bedingungen für den Studententarif nicht mehr erfüllt, ist wohl oder übel eine freiwillige Versicherung erforderlich. Die ist allerdings ab 2016/2017 mit deutlichen Mehrkosten verknüpft. Als eine Art von Puffer bieten die gesetzlichen Krankenkassen für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten anschließend an den Studententarif noch einen verhältnismäßig günstigen Übergangstarif an.

Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass für Studierende an Berufsakademien der Weg in die studentische Krankenversicherung verbaut ist, denn diese Einrichtung stellt etwas anderes als eine Hochschule dar und die Regelung im Sozialgesetzbuch sieht bisher die studentische Krankenversicherung nur für Studierende ausdrücklich vor. Zudem sind sie allerdings auch keine offiziellen Arbeitnehmer und unterliegen deshalb keiner Versicherungspflicht. Sie können sich also – sofern sie nicht über die Eltern versichert sind – nur freiwillig versichert sein. In eine gesetzliche Krankenversicherung können sie nur aufgenommen werden, wenn sie diese gleich zu Beginn ihrer Ausbildung so auswählen.

Für duale Studiengänge sind vom Gesetzgeber andere Regelungen getroffen worden.

Studierende innerhalb von dualen Studiengängen sind so zu versichern, als seinen sie in einer Berufsausbildung Beschäftigte. Deshalb können sie nicht mehr von den preiswerten Tarifen der studentischen Krankenversicherung profitieren.

Durch die Einschreibung an einer staatlichen oder aber staatlich anerkannten Hochschule werden Studenten wiederum versicherungspflichtig, wenn es sich nicht um berufsbegleitende Studiengänge handelt oder die Studierenden sich in dualen Studiengängen befinden. Die häufigste Ausnahme wird hier durch den Fall gebildet, dass sie durch die gesetzliche Krankenversicherung beitragsfrei innerhalb der Familienversicherung der Eltern mitversichert sind, da dann keine Versicherungspflicht besteht. Weiterhin sind Studierende nicht von der Versicherungspflicht betroffen, wenn sie an einer privaten oder aber nicht staatlich anerkannten Hochschule studieren, wenn sie einen studienvorbereitenden Sprachkurs besuchen, wenn sie Gasthörer sind oder aber Promotionsstudenten sind.

Wichtig zu wissen ist zudem, dass auch innerhalb eines Urlaubssemesters eine Versicherungspflicht besteht. Mit der Beendigung des 14. Fachsemesters oder aber mit der Vollendung des 30. Lebensjahres endet dann die Versicherungspflicht für alle Studierenden. Danach können und sollten sie sich auch freiwillig versichern.

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